Wünsche oder Wahn-Vorstellung?

Wagners "Meistersinger" in Erfurt mit Weimarischer Staatskapelle, inszeniert von Erfurts Intendant Guy Montavon (2. v. l.)
Wagners „Meistersinger“ in Erfurt mit Weimarischer Staatskapelle, inszeniert von Erfurts Intendant Guy Montavon (2. v. l.)

Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ an der neuen Oper Erfurt mit der Weimarischen Staatskapelle und dem großen Opernchor von nebenan. Inszeniert von Guy Montavon.

Der Erfurter Generalintendant wünscht sich das zum zehnten Geburtstag seines neuen Opernhauses, heute verkündet vor Publikum auf der Bühne seines Hauses. Der Weimarer Kollege Hasko Weber ist gerade seit einem Monat frisch im Amt. Ob der für solche Vorstellungen, jetzt schon, offen ist? Oder ist das eine Wahn-Vorstellung von Montavon?

Der Erfurter Theaterchef wünscht sich auch Schauspiel-Gastspiele der Weimarer in Erfurt, das scheint realistischer, wenn auch nicht in dieser gerade eröffneten Spielzeit. Ach ja, träumt Herr Montavon weiter,„da wäre noch Platz für ein Ballett“ in Erfurt. Das gibt es dort nicht mehr. Auch nicht beim Nachbarn in Weimar. Das Erfurter Ballett könnte dann die Weimarer Bühne gleich mit betanzen.

Das ist doch hohe Theaterkunst und ein gutes Geschäft zwischen Nachbarn, die sich bisher nicht mochten. Das Publikum ist gespannt, was die Wirklichkeit bringt. (mip)