#thüringermuseen

Präsent in analoger und virtueller Welt

„Wir wollen #thüringermuseen in der virtuellen Welt noch bekannter machen, uns verbünden und vernetzen.“

Das ist ein Ergebnis des ersten Blogger-Treffens, zu dem Marlene Hofmann am 26. März 2018 in das Museum Burg Posterstein eingeladen hatte.

Der Hashtag  #thüringermuseen soll signalisieren, dass sich Museen in der virtuellen Welt miteinander vernetzen, auf Ausstellungen, Veranstaltungen, gemeinsame Aktionen aufmerksam machen. Besucher auf Internetplattformen wie Facebook, Instagram oder Twitter werden so angesprochen und animiert, räumlich benachbarte Museen zu besuchen, im besten Falle eine Museumsreise durch Thüringen zu unternehmen.

Alles nur Träumereien von ein paar weltfremden Bloggern aus Thüringer Museen?  Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

An der Gesprächsrunde beteiligten sich zehn Blogger aus dem Lindenau-Museum sowie Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg, Museum Burg Posterstein, Stiftung Leuchtenburg, Klassik Stiftung Weimar, Thüringer Museum für Elektrotechnik Erfurt, Stiftung Schloss Friedenstein sowie der Autor. Das Treffen machte deutlich, dass die im Internet aktiven Museen Informationen verbreiten und Brücken bauen, über die virtuelle Besucher immer mehr den Weg in die realen, physischen Museen finden.

Einig waren sich die Blogger, dass analoge und virtuelle Welt zusammengehören, wie auch die Museen, die in der virtuellen Welt präsent und aktiv sein müssen. Marlene Hofmann veröffentlichte zu Jahresbeginn im Internet bereits ihre dritte Analyse, welche Mitgliedsmuseen des Museumsverbandes Thüringen auf welchen Plattformen im Netz präsent und aktiv sind. Das Ergebnis fällt zum Teil sehr ernüchternd aus.

Das sehr inspirierende Gespräch auf Burg Posterstein dreht sich u. a. um solche Fragen: Wer bespielt welche Plattformen mit welchem personellen und zeitlichen Aufwand? Was wird da wann gepostet, gebloggt, verbreitet? Welche Rolle spielt dabei bezahlte Werbung im Netz, insbesondere bei Facebook? Wie reagieren virtuelle Besucher? Wie laufen Fachgespräche mit Kollegen im Netz?

Twittern über das erste Blogger-Treffen im Museum Burg Posterstein. (Screenshot: mip)
Twittern über das erste Blogger-Treffen im Museum Burg Posterstein. (Screenshot: mip)

Die umfangreichsten Erfahrungen gibt es in der Klassik Stiftung Weimar. Benjamin Grau, Referent für Online-Kommunikation, berichtete über das gesamte Online-Angebot, für das er und seine Kollegen in Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen Mitarbeitern der Stiftung sorgen. Internet- und Facebookseiten, ein Blog, Instagram und Twitter müssen geplant, bespielt, beobachtet werden. Denn der Dialog mit dem virtuellen Publikum gehört unbedingt dazu.

Fachfragen drehten sich um aktuelle Software für unterschiedliche Anwendungen, um vorhandene oder nicht vorhandene Budgets für Internetwerbung, um den geplanten und spontanen personellen und zeitliche Aufwand überhaupt. So „nebenbei“ lassen sich die Netzaktivitäten nicht erledigen. Das Internet hat rund um die Uhr „geöffnet“ und wird auch so genutzt.

Was bleibt nach diesem Treffen? Der eingangs erwähnte Hashtag, den die Museen bei jeder sich bietenden Gelegenheit bei Twitter einsetzen werden. Und sonst? Eine nächste Gesprächsrunde, um den persönlichen Kontakt zu pflegen und über neue Entwicklungen im Netz und in den Museen sich direkt auszutauschen.

Ein herzlicher Dank geht an Marlene Hofmann, Museum Burg Posterstein, für die Initiative zu diesem ersten Bloggertreffen. Franzi Engemann führte alle Blogger durch das Museum Burg Posterstein, das in jedem Fall einen Besuch wert ist.

Auf Wiedersehen, hoffentlich noch vor dem Sommer, in einem anderen Museum in Thüringen. Weitere Blogger und Museen sind willkommen.

Kommentare zu “Präsent in analoger und virtueller Welt”

  1. Vielen Dank für den tollen Bericht, der alles noch einmal zusammenfasst! Mich hat vor allem die lockere und freundliche Atmosphäre gefreut, das macht Mut, in Zukunft die Museen Thüringens im Netz bekannter zu machen. Und natürlich freue ich mich auf gemeinsame Aktivitäten und ein nächstes Treffen – weitere Kollegen sind natürlich herzlich willkommen.
    Viele Grüße, Marlene

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